Zutrittskontrolle

1. Sichere Schließzylinder

Alle Räume, in welchen personenbezogene Daten verarbeitet werden, müssen mit Schließzylindern ausgestattet werden, deren Schlüssel man im Einzelhandel nicht duplizieren kann.
Darüber hinaus sollten die Zylinder über einen Schutz vor aufbohren und abbrechen verfügen. Von entscheidender Bedeutung ist das Schließblech im Türrahmen. In vielen Fällen handelt es sich leider nur um ein normales Metall mit einer Stärke von 1 mm.
Schon mit einem großen Schraubendreher lässt sich die Tür aufhebeln, indem das Schließblech zerstört wird. Abhilfe verschafft ein stabiles Schließblech

2. Selbstschließende Bürotüren mit Knauf auf der Außenseite

Optimalerweise haben unbefugte Personen keinen physikalischen Zugriff auf die PCs der Mitarbeiter. Gerade im alltäglichen Bürobetrieb kann es immer wieder mal vorkommen, dass ein PC unbeaufsichtigt bleibt. Möglicherweise ist der passwortgeschützte Bildschirmschoner noch nicht angesprungen oder vielleicht liegt das frisch erstellte Backup noch auf dem Schreibtisch. Auch der Karteikasten mit diversen personenbezogenen Daten wird nicht immer verschlossen.
In diesen Fällen ist eine selbstschließende Bürotür eine einfache und effektive Maßnahme zum Schutz der Daten. Für geringe Kosten und einen kurzen Montageaufwand ist das Büro geschlossen. Eine fremde Person kann nicht ersehen, ob der Mitarbeiter am Arbeitsplatz sitzt. Natürlich soll die Bürotür im Alltag meistens offen stehen; in diesem Falle kann ein kleiner Keil die Tür offen halten. Verlässt der Mitarbeiter das Büro kurzfristig, so braucht er nur den Keil beim Hinausgehen entfernen: schon ist das Büro sicher verschlossen.
Einen Schritt weiter geht die Installation eines Knaufes auf der Außenseite der Bürotür. Somit kann das Büro nur noch mit einem Schlüssel betreten werden.

3. Alarmanlage

Eine Alarmanlage signalisiert einen Einbruch mittels optischer und akustischer Signale. Sofern keine Schaltung zur Polizei oder einem Wachdienst vorgenommen wird, bleiben diese Signale leider oft unbeachtet. Nach Aussagen der Polizei wirkt eine Alarmanlage aber sehr oft abschreckend auf Gelegenheitseinbrecher. Auch bei der Anschaffung einer Alarmanlage sollte auf das „VdS“-Siegel geachtet werden.

4. Abschließbare Fenstergriffe

Alle Fenster, die nicht mindestens 3 Meter über dem Erdboden liegen, müssen mit abschließbaren Fenstergriffen versehen werden. Denn durch geeignete dünne Metallbleche ist es möglich, ein Fenster von außen zu öffnen. Dabei wird die fensterinterne Mechanik benutzt, um das Fenster regulär zu öffnen. Dieses Mittel ist mit dem sprichwörtlichen Draht an der Autotür vergleichbar.
Abschließbare Fenstergriffe sind eine preiswerte Maßnahme (ca. 15 € pro Fenster) um vor Einbruch zu schützen.
Gegen andere Methoden des Fenster-Aushebelns helfen diese abschließbaren Fenstergriffe nicht. Oftmals werden die Fenster mit einem Brecheisen aufgehebelt. Hierbei entstehen „Kräfte“ von einer Tonne. Besonders einfach sind Fenster zu öffnen, wenn Sie keine Pilzkopf-Verschlüsse haben. Als Abhilfe werden spezielle Verschlüsse empfohlen, die pro Fenster ca. 200 € kosten und von einer Fachkraft montiert werden müssen.


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